Ein Held mit Kapuzenpulli
Luke Cage ist kein Kostümheld. Er trägt Jeans und Kapuzenpulli, fegt den Boden in einem Friseursalon und spült in einem Restaurant Geschirr. Die Kräfte, die ihn so besonders machen, stammen aus einem Experiment in einem Gefängnis, das gründlich schiefging: Seitdem prallen Kugeln an seiner Haut ab, und er ist stärker als jeder Mensch, dem er je begegnen wird.
Was ihn ausmacht, ist aber weniger seine Kraft als seine Haltung. Luke will eigentlich nur untertauchen. Er hat eine Vergangenheit, über die er nicht spricht, und einen Namen, der gar nicht sein ursprünglicher ist. Erst als seine Nachbarschaft bedroht wird, steht er auf, und dann richtig.
Luke Cages Titel im Überblick
- Marvel's Luke Cage (optional): seine Solo-Serie, die Harlem selbst zur Hauptfigur macht, mit Musik, Clubs und Lokalpolitik.
- Marvel’s The Defenders (empfohlen): Luke schließt sich mit drei anderen Straßenhelden aus New York zusammen.
Beide Serien gehören zu den Marvel-Produktionen, die ursprünglich bei Netflix liefen und heute bei Disney Plus zu finden sind. Mit den großen Avengers-Filmen sind sie nur lose verbunden. Ereignisse wie die Schlacht um New York werden erwähnt, Figuren aus den Kinofilmen tauchen aber nicht auf.
Wendepunkte in Harlem
Seine Serie stellt Luke einen Gegner gegenüber, der Harlem kontrolliert: einen Clubbesitzer, der in seinem Viertel als Geschäftsmann gilt und hinter den Kulissen mit Waffen handelt. Die Konflikte werden aus Lukes Vergangenheit gespeist, und gerade die Rückblenden ins Gefängnis zeigen, wie er zu seinen Kräften kam. Ohne zu viel zu sagen: Wer Luke wirklich ist, holt ihn im Lauf der Geschichte ein.
In The Defenders ist Luke zunächst skeptisch, als er auf die anderen trifft. Er hat keine Lust auf Teamarbeit mit Leuten, die Masken tragen oder von mystischen Kampfkünsten reden. Die Bedrohung durch eine uralte Organisation lässt ihm aber keine Wahl. Seine Wortgefechte mit Danny Rand, dem Iron Fist, gehören zu den unterhaltsamsten Momenten der Serie.
Verbündete und Gegenspieler
- Claire Temple ist die Krankenschwester, die in allen Netflix-Serien auftaucht und Luke mehr als einmal zusammenflickt. Zwischen den beiden entsteht mehr als nur Freundschaft.
- Jessica Jones ist die Privatdetektivin mit eigenen Superkräften. Ihr Verhältnis zu Luke ist kompliziert, und in The Defenders stehen sie wieder Seite an Seite.
- Elektra ist in The Defenders eine der gefährlichsten Gegnerinnen des Teams.
- Colleen Wing kämpft an der Seite von Danny Rand und kreuzt so ebenfalls Lukes Weg.
Mike Colter als Luke Cage
Mike Colter bringt die physische Präsenz mit, die eine solche Figur braucht, spielt Luke aber erstaunlich leise. Er lässt die Kraft im Hintergrund und zeigt einen Mann, der seine Wut lieber kontrolliert, als sie auszuleben. Wenn Luke dann doch einen Lieferwagen anhebt, wirkt das umso stärker.
Bekannt ist Colter auch aus anderen Serien. In Good Wife spielt er den Drogenboss Lemond Bishop, einen der stärksten wiederkehrenden Gegenspieler der Anwaltsserie. In der Mystery-Serie Evil ist er als angehender Priester David Acosta zu sehen, der übernatürliche Fälle für die Kirche untersucht.
In welcher Reihenfolge du Luke Cage schaust
Schau zuerst Marvel's Luke Cage und danach The Defenders. Seine eigene Serie ist zwar als optional eingestuft, ohne sie fehlt dir in The Defenders aber ein Teil von Lukes Hintergrund. Wenn du das gesamte Netflix-Universum mit Daredevil, Jessica Jones und Iron Fist schauen willst, hilft dir die Marvel Serien Reihenfolge bei der Einordnung.
