Thor - The Dark Kingdom in der Phase 2
Nach den Ereignissen von Marvel's The Avengers sitzt Loki in Asgard im Kerker, Thor räumt in den Neun Welten auf, und Jane Foster wartet in London vergeblich auf ein Lebenszeichen. Genau hier setzt der zweite Thor-Film an. Den ersten Teil, Thor, solltest du kennen, sonst fehlen dir die Beziehungen zwischen Thor, Jane, Loki und Odin.
In der Zeitleiste steht davor Iron Man 3. Inhaltlich haben die beiden Filme wenig miteinander zu tun, beide zeigen aber, wie die Helden nach der Schlacht von New York weitermachen. Danach geht es mit The Return of the First Avenger weiter, einem bodenständigen Spionagethriller ohne Götter und Raumschiffe. Praktisch: Nach Erscheinen geschaut ergibt sich hier exakt dieselbe Abfolge, du musst also nicht umsortieren.
Wer nur die Thor-Reihe verfolgt, sollte trotzdem nicht direkt vom ersten zum zweiten Teil springen. Lokis Zustand zu Beginn und Janes Enttäuschung über Thors langes Fernbleiben ergeben erst Sinn, wenn du den Kampf um New York kennst.
Worum geht es?
Uralte Dunkelelfen unter ihrem Anführer Malekith erwachen, als sich die Neun Welten in einer seltenen Konstellation aneinanderreihen. Sie jagen eine zerstörerische Kraft namens Äther. Ausgerechnet Jane stößt bei ihren Messungen in London darauf, und der Äther setzt sich in ihr fest. Thor bringt sie nach Asgard, holt damit aber die Gefahr direkt vor Odins Tür. Um Malekith aufzuhalten, braucht er die Hilfe des Einzigen, dem er am wenigsten traut: seines eingesperrten Bruders.
Regie führte Alan Taylor, der zuvor bei Game of Thrones gearbeitet hatte. Das merkt man an der raueren, mittelalterlich wirkenden Optik von Asgard, die sich deutlich vom glänzenden Look des ersten Teils abhebt.
Drei Gründe, ihn nicht zu überspringen
- Der Äther entpuppt sich als einer der Infinity-Steine. In der Szene mitten im Abspann wird er dem Collector übergeben, einer Figur, die in Guardians of the Galaxy wieder auftaucht.
- Lokis Weg nimmt eine überraschende Wendung, deren Folgen Thor: Tag der Entscheidung direkt aufgreift.
- In Avengers: Endgame kehren die Helden an einen Schauplatz dieses Films zurück. Wer ihn kennt, versteht diese Szenen deutlich besser.
Die knapp zwei Stunden lohnen sich also vor allem als Puzzleteil. Musst du wirklich Zeit sparen, reicht notfalls eine kurze Zusammenfassung. Dabei gehen dir aber die besten Momente zwischen Thor und Loki verloren, und die sind der eigentliche Grund, warum viele den Film doch mögen.
Wer spielt mit?
Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Natalie Portman und Anthony Hopkins kehren in ihre Rollen zurück. Jane Foster bekommt diesmal mehr zu tun als nur Messgeräte zu bedienen, sie steht im Zentrum der Bedrohung. Christopher Eccleston, vielen als Doctor Who bekannt, verschwindet als Malekith unter dicker Maske. Jaimie Alexander darf als Kriegerin Sif öfter kämpfen als im Vorgänger, und Heimdall bewacht weiterhin den Bifröst.
Laufzeit, Abspann und Streaming
Der Film dauert 112 Minuten und läuft in Deutschland bei Disney Plus. Bleib bis ganz zum Schluss: Neben der Szene mit dem Collector gibt es nach dem Abspann noch einen kurzen Nachschlag in London, der eher fürs Herz als für die große Handlung gedacht ist.