Ant-Man in der Reihenfolge: Einstieg ohne Hausaufgaben
Für die Ant-Man Reihenfolge gibt es eine gute Nachricht: Du musst vorher nichts gesehen haben. Der Film erklärt seine Welt selbst und erzählt eine klassische Ursprungsgeschichte. Deshalb eignet er sich auch für Leute, die nur mal in Marvel reinschnuppern wollen. Ein wenig Wissen über die Avengers schadet nicht, es gibt einige kleine Seitenhiebe auf das Team.
Danach folgt The First Avenger: Civil War. Dort wird Scott überraschend in den Konflikt zwischen den Avengers hineingezogen, und eine der schönsten Pointen des Films funktioniert nur, wenn du Ant-Man kennst.
In unserer kompletten Zeitleiste stehen zwischen Ant-Man und Civil War allerdings noch die Netflix-Serien, angefangen mit Marvel's Daredevil, gefolgt von Jessica Jones, Luke Cage, Iron Fist, The Defenders und The Punisher. Sie erzählen von Straßenhelden in New York und haben mit Scott Lang nichts zu tun. Wenn du nur den Filmen folgst, kannst du direkt zu Civil War springen.
Die Geschichte (spoilerfrei)
Scott Lang kommt gerade aus dem Gefängnis. Er ist ein begabter Einbrecher mit guten Absichten, findet aber keinen Job und darf seine Tochter Cassie kaum sehen. Da meldet sich der Wissenschaftler Hank Pym. Pym hat vor Jahrzehnten einen Anzug entwickelt, mit dem man auf Ameisengröße schrumpft, und will verhindern, dass sein ehemaliger Schützling Darren Cross diese Technik als Waffe verkauft. Dafür braucht er genau einen Dieb wie Scott.
Was folgt, ist mehr Heist-Film als Superheldenepos. Scott muss trainieren, mit Ameisen zusammenarbeiten und einen Einbruch planen, bei dem alles schiefgehen kann.
Warum Ant-Man später wichtig wird
Auf den ersten Blick wirkt der Film wie eine kleine Nebengeschichte. Tatsächlich legt er aber das Fundament für die Quantenebene, eine winzige Welt jenseits aller Maßstäbe. Dieses Konzept wird in Ant-Man and the Wasp ausgebaut und spielt in Avengers: Endgame eine riesige Rolle. Hope van Dyne bekommt hier ihre Vorgeschichte, und mit Pym wird ein Wissenschaftler eingeführt, der S.H.I.E.L.D. schon lange vor Nick Fury kannte.
Wenn du einen schlanken Weg durch das MCU suchst, findest du ihn in unserem Guide Marvel für Einsteiger. Ant-Man ist dort ein guter Kandidat für eine lockere Pause zwischen den schweren Filmen.
Besetzung
Paul Rudd spielt Scott Lang mit viel Selbstironie, was dem Film seinen leichten Ton gibt. Michael Douglas ist Hank Pym, Evangeline Lilly spielt seine Tochter Hope van Dyne, die mit ihrem Vater noch einige Rechnungen offen hat. Corey Stoll gibt den Bösewicht Darren Cross alias Yellowjacket. Bobby Cannavale ist als Paxton dabei, der neue Partner von Scotts Ex-Frau. Anthony Mackie hat als Sam Wilson einen kurzen, sehr unterhaltsamen Auftritt. Regie führte Peyton Reed, der auch die beiden Fortsetzungen inszeniert hat.
Ursprünglich war ein anderer Regisseur für das Projekt vorgesehen, und manche Fans sehen dem Film den Wechsel noch an. Für dich als Zuschauer zählt vor allem, dass das Ergebnis leicht, witzig und angenehm bodenständig geworden ist.
Laufzeit, Streaming und Abspann
Ant-Man dauert 117 Minuten und gehört damit zu den kürzeren Marvel-Filmen. Er kam im Juli 2015 heraus. In Deutschland streamst du ihn bei Disney Plus. Bleib bis ganz zum Schluss sitzen: Es gibt eine Szene mitten im Abspann und eine weitere ganz am Ende, die direkt zu Civil War überleitet.