Eigenes Universum statt MCU-Zeitleiste
Die Mutanten von X-Men '97 haben mit den Avengers nichts zu tun. Die Serie knüpft an die Zeichentrickserie an, mit der viele in den Neunzigern nachmittags vor dem Fernseher saßen, und übernimmt deren Stil, Figuren und sogar die bekannte Titelmelodie in neuer Fassung. Eine Verbindung zu Wolverine aus den Filmen oder zu den Mutanten im MCU gibt es nicht.
In unserer Liste steht die Serie zwischen Moon Girl und Devil Dinosaur und Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft. Das liegt nur daran, dass wir die Animationsserien von Marvel gemeinsam am Ende der Zeitleiste einsortieren. Handlungsbezüge zwischen den drei Titeln gibt es nicht. Du kannst X-Men '97 also schauen, wann immer du Lust hast, auch mitten in einem Marathon.
Worum geht es?
Los geht es kurz nach dem Ende der alten Serie. Professor Xavier hat die Erde verlassen, und Cyclops führt die X-Men nun allein. Die Welt hasst und fürchtet Mutanten noch immer, und das Team muss entscheiden, wie es auf neue Angriffe reagiert. Ausgerechnet Magneto soll nach Xaviers Willen eine neue Rolle übernehmen, was im Team für reichlich Spannung sorgt. Die Serie scheut sich nicht vor harten Wendungen und erzählt ihre großen Handlungsbögen über mehrere Folgen hinweg.
Genau das unterscheidet sie von vielen anderen Zeichentrickserien. Einzelne Episoden enden oft mit einem echten Paukenschlag, und Figuren, die du lieb gewonnen hast, sind nicht automatisch sicher. Schau deshalb lieber in der richtigen Abfolge und spring nicht zwischen den Folgen hin und her. Auch wenn die Optik nach Samstagmorgen aussieht, richtet sich die Serie eher an Jugendliche und Erwachsene als an kleine Kinder.
Brauchst du die alte Serie?
Nicht unbedingt. X-Men '97 stellt seine Figuren schnell vor, und die wichtigsten Konflikte erklären sich von selbst. Wer die Originalserie kennt, erkennt aber viele Anspielungen, alte Gegner und Beziehungen wieder, die dort aufgebaut wurden, etwa zwischen Rogue und Gambit oder zwischen Cyclops und Jean Grey.
Ein guter Mittelweg: Lies dir vor dem Start eine kurze Übersicht der Figuren durch. Rund ein Dutzend Mutanten spielen größere Rollen, dazu kommen etliche Gastauftritte aus der Comicvorlage, und es hilft, Storm, Beast, Jubilee oder Bishop auseinanderhalten zu können.
Sprecher und Macher
Ray Chase spricht Cyclops, Jennifer Hale übernimmt Jean Grey. George Buza ist als Beast zu hören, eine Rolle, die er schon in der Originalserie gesprochen hat. Ross Marquand leiht Professor X seine Stimme. Entwickelt wurde die Serie von Beau DeMayo, der auch als Hauptautor die erste Staffel geprägt hat.
Folgen, Laufzeit und Streaming
Die erste Staffel umfasst zehn Folgen von rund einer halben Stunde, im Schnitt etwa 34 Minuten. Damit kommst du an zwei, drei Abenden durch, wobei die letzten Folgen so dicht erzählt sind, dass du sie vermutlich am Stück schauen willst. Eine Fortsetzung ist bestätigt, schau also bei Disney Plus nach, ob neue Folgen verfügbar sind. In Deutschland läuft die Serie dort.
Wo X-Men '97 zwischen den anderen Serien steht, zeigt unsere Marvel Serien Reihenfolge. Willst du sie bewusst als Pause einplanen, hilft der Marathon-Plan.