Eine andere Zeitlinie, kein Prequel
Ursprünglich war die Serie unter dem Titel Spider-Man: Freshman Year angekündigt und sollte die Zeit vor Peters erstem Auftritt in den Filmen erzählen. Im Lauf der Entwicklung wurde daraus eine eigene Zeitlinie. Viele Eckpunkte erinnern an das MCU, doch an einer entscheidenden Stelle biegt die Geschichte ab, und danach entwickelt sich Peters Leben ganz anders.
Für deine Reihenfolge heißt das: Du musst die Serie nirgends zwischen die Filme quetschen. In unserer Zeitleiste steht sie zwischen X-Men '97 und Marvel Zombies. Beide spielen ebenfalls außerhalb der Hauptzeitlinie, die Nachbarschaft ist also nur eine Sortierung der Animationsserien. Inhaltlich hängen die drei Titel nicht zusammen.
Worum geht es?
Peter Parker beginnt gerade an der Highschool, als ihn eine Spinne beißt und sein Leben auf den Kopf stellt. Statt bei einem Milliardär aus Manhattan landet er als Praktikant bei Norman Osborn, der in dem jungen Talent mehr sieht, als Peter ahnt. Nebenbei muss er neue Freundschaften pflegen, Hausaufgaben erledigen und herausfinden, wie man mit Superkräften umgeht, ohne alles kaputt zu machen. Neue Figuren wie die ehrgeizige Pearl Pangan sorgen dafür, dass sich der Freundeskreis frisch anfühlt.
Spannend ist vor allem die Beziehung zwischen Peter und seinem Mentor. Osborn ist hier großzügig, charmant und fördert den Jungen nach Kräften. Wer die Comics kennt, weiß natürlich, wofür der Name Osborn sonst steht, und genau mit dieser Erwartung spielt die Serie geschickt. Auch die Bösewichte sind nicht immer die, mit denen du rechnest, denn viele bekannte Gegenspieler bekommen neue Hintergründe oder tauchen früher auf als gewohnt.
Look, Ton und Stimmen
Optisch orientiert sich die Serie an den frühen Spider-Man-Comics, mit kräftigen Linien und Farben, die wie gedruckt wirken. Der Ton ist leichter als bei den Kinofilmen, mit viel Schulalltag und Humor, aber auch mit echten Rückschlägen. Hudson Thames spricht Peter Parker, eine Rolle, die er schon in What If...? übernommen hat. Cathy Ang ist als Pearl zu hören. Hinter der Serie steht Jeff Trammell, der sie als Showrunner verantwortet.
So baust du die Serie in deinen Spider-Man-Marathon ein
Wenn du alle Spider-Man-Titel schauen willst, ist die Serie ein idealer Zwischenstopp nach den Realfilmen. Sie zeigt, wie unterschiedlich man denselben Helden erzählen kann, und macht die Unterschiede zur Version mit Tom Holland besonders deutlich. Schau sie am besten mit etwas Abstand, damit beide Peter Parker nicht verschwimmen. Unsere Spider-Man Reihenfolge zeigt dir, wo die Filme stehen, damit du die Serie bewusst danach oder dazwischen platzieren kannst.
Für Neulinge funktioniert sie genauso gut als Einstieg. Du brauchst weder Tony Stark noch die Avengers zu kennen, alles Wichtige wird erzählt. Gerade für jüngere Zuschauer ist das ein angenehmer Weg in die Welt von Spider-Man, und Eltern können ohne Bedenken mitschauen.
Folgen, Laufzeit und Streaming
Die erste Staffel hat zehn Folgen mit durchschnittlich 32 Minuten, insgesamt also gut fünf Stunden. Für die Hauptgeschichte des MCU ist sie optional. In Deutschland streamst du die Serie bei Disney Plus. Wo sie zwischen den anderen Marvel-Serien steht, zeigt dir unsere Marvel Serien Reihenfolge.