Spider-Man: Homecoming Reihenfolge: Erst Civil War
Eine klassische Ursprungsgeschichte mit Spinnenbiss und Onkel Ben gibt es hier nicht. Peter ist schon Spider-Man, als der Film beginnt, und die ersten Minuten zeigen sogar seinen eigenen Handyfilm vom Flughafenkampf in The First Avenger: Civil War. Wenn du diesen Film kennst, verstehst du sofort, warum Peter so aufgekratzt ist und warum Tony Stark ihm einen neuen Anzug geschenkt hat.
Laut unserer Zeitleiste spielt die Handlung 2016. Davor steht bei uns Black Panther, danach Doctor Strange. Mit keinem der beiden ist Homecoming verbunden, sie liegen nur zeitlich nah beieinander. Für Verwirrung sorgt bei vielen Fans eine Texttafel zu Beginn, die von acht Jahren seit der Schlacht von New York spricht. Lass dich davon nicht irritieren; die Ereignisse gehören klar in die Zeit kurz nach Civil War.
Ein Superheld mit Hausaufgaben
Peter ist fünfzehn, geht auf eine Highschool für Naturwissenschaften und wartet ungeduldig auf den nächsten Anruf der Avengers. Der kommt nicht. Stattdessen hält er Fahrraddiebe auf und hilft alten Damen beim Weg, während Happy Hogan seine Nachrichten ignoriert. Zwischen Wissenswettbewerb, Partys und seiner Schwärmerei für Liz will er endlich beweisen, dass er mehr kann.
Seine Gelegenheit kommt mit Adrian Toomes. Der Bauunternehmer verliert einen lukrativen Aufräumauftrag nach der Schlacht von New York und baut aus geborgener Alien-Technik Waffen für den Schwarzmarkt. Als Vulture fliegt er mit mechanischen Flügeln, und er ist kein Größenwahnsinniger, sondern ein Familienvater mit Groll gegen die Mächtigen. Gerade das macht ihn zu einem der überzeugendsten Gegner der Phase 3.
Tony Stark als Mentor
Für das größere MCU zählt vor allem die Beziehung zwischen Peter und Tony Stark. Tony ist streng, manchmal ungeschickt und sieht in Peter mehr von sich selbst, als ihm lieb ist. Dieser Faden zieht sich bis zu Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame und wird dort zu einem der emotionalen Kerne.
Wer nur die Hauptgeschichte verfolgt, könnte Homecoming theoretisch auslassen. Wir raten davon ab. Ohne diesen Film wirkt Peters Platz neben Tony in den späteren Avengers-Teilen deutlich flacher, und die Fortsetzungen bauen auf seinen Freunden und seinem Alltag auf.
Wer mitspielt
Tom Holland spielt Peter mit viel Energie und glaubwürdiger Unsicherheit. Michael Keaton gibt Adrian Toomes, Robert Downey Jr. ist als Tony Stark dabei, Marisa Tomei als Tante May. Jon Favreau kehrt als Happy Hogan zurück, Gwyneth Paltrow hat einen kurzen Auftritt als Pepper Potts. Jacob Batalon spielt Peters besten Freund Ned, Zendaya eine Mitschülerin, die am Ende eine besondere Abkürzung verrät. Regie führte Jon Watts, der auch die beiden Fortsetzungen inszeniert hat.
Laufzeit, Streaming und zwei Abspannszenen
Homecoming dauert 133 Minuten und kam im Juli 2017 in die Kinos. In Deutschland streamst du den Film bei Disney Plus. Bleib bis ganz zum Schluss: Während des Abspanns trifft Toomes im Gefängnis einen alten Bekannten, der Rache an Spider-Man will. Ganz am Ende wartet ein kurzer Gag mit Captain America, der deine Geduld auf die Probe stellt.
Wie es mit Peter weitergeht
Die direkte Fortsetzung ist Spider-Man: Far From Home. Davor solltest du aber Infinity War und Endgame schauen, weil sich Peters Welt dort grundlegend verändert. Alle Auftritte in der richtigen Abfolge findest du in unserer Spider-Man Reihenfolge.