Diese Titel brauchst du vorher
Der dritte Thor-Film greift gleich zwei offene Fäden auf. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf die Vorgeschichte:
- Avengers: Age of Ultron erklärt, warum Thor die Erde verlassen hat und warum Hulk seit dem Finale verschwunden ist.
- Thor - The Dark Kingdom endet mit einer Situation auf Asgards Thron, an die dieser Film direkt anknüpft.
- Doctor Strange ist keine Pflicht, aber dessen Abspannszene zeigt eine Begegnung, die hier aus Thors Sicht weitergeht.
In der Handlungsreihenfolge steht Doctor Strange direkt davor, danach folgt Ant-Man and the Wasp. Schaust du nach Erscheinen, liegt der Film zwischen Spider-Man: Homecoming und Black Panther. Beide Varianten funktionieren, solange du Age of Ultron schon gesehen hast.
Thor: Tag der Entscheidung ohne Spoiler
Thor hat Albträume von Ragnarök, dem prophezeiten Untergang Asgards. Als Hela, die Göttin des Todes, nach langer Gefangenschaft freikommt, zerbricht Mjölnir, und Thor landet auf Sakaar, einem Müllplaneten am Rand des Universums. Dort regiert der exzentrische Grandmaster, der seine Gäste am liebsten in der Gladiatorenarena sieht. Thors Gegner im großen Kampf ist ausgerechnet ein alter Bekannter aus den Avengers. Um zurück nach Hause zu kommen, muss Thor ein Team aus Außenseitern zusammenstellen, darunter eine trinkfeste Ex-Walküre und sein unberechenbarer Bruder.
Taika Waititis Handschrift
Regisseur Taika Waititi hat aus dem Donnergott einen Komödienhelden gemacht, ohne die Figur lächerlich wirken zu lassen. Viele Dialoge wirken improvisiert, der Synthesizer-Soundtrack von Mark Mothersbaugh klingt nach Achtzigerjahre-Science-Fiction, und Led Zeppelins Immigrant Song begleitet die großen Schlachten. Waititi spricht außerdem selbst den sanften Steinkrieger Korg, der schnell zum Publikumsliebling wurde.
Diese Tonverschiebung ist auch inhaltlich wichtig. Thor verliert hier fast alles, was ihn bisher ausgemacht hat, und findet heraus, dass seine Stärke nicht vom Hammer abhängt. Genau mit diesem Selbstverständnis geht er in die nächsten Avengers-Filme.
Für wen sich der Film besonders lohnt
Falls dich die ersten beiden Thor-Filme eher gelangweilt haben, ist dieser Teil die beste Gelegenheit, der Figur eine zweite Chance zu geben. Er funktioniert fast wie ein Neustart und lässt sich auch ohne große Begeisterung für Asgard genießen. Fans von Hulk bekommen hier außerdem die meiste Hulk-Zeit seit dem ersten Avengers-Film, inklusive eines Hulk, der zum ersten Mal mehr als ein paar Worte sagt. Und wer Loki mag, sieht ihn in einer seiner unterhaltsamsten Rollen, irgendwo zwischen Verräter und widerwilligem Verbündeten.
Besetzung im Überblick
Chris Hemsworth und Tom Hiddleston sind wieder als Brüderpaar dabei, Mark Ruffalo spielt Hulk und Bruce Banner in einer ungewohnt großen Rolle. Cate Blanchett gibt Hela mit spürbarem Vergnügen am Bösesein, Jeff Goldblum den Grandmaster als exzentrischen Partygastgeber. Idris Elba kehrt als Heimdall zurück, Tessa Thompson ist als Walküre neu im Ensemble.
Abspann, Laufzeit und was danach kommt
Thor: Tag der Entscheidung dauert 131 Minuten und läuft in Deutschland bei Disney Plus. Im Abspann warten zwei Szenen. Die erste ist entscheidend: Sie führt dich direkt in die ersten Minuten von Avengers: Infinity War. Die zweite ist ein kurzer Gag für zwischendurch.
Thors persönliche Geschichte geht später in Thor: Love and Thunder weiter, wo auch Korg und Walküre wieder auftauchen. Wenn du nur die wichtigsten Filme schauen willst, hilft dir unsere Liste Nur die Marvel-Pflichtfilme.