Warum Guardians of the Galaxy Vol. 2 so früh in der Zeitleiste steht
Hier stolpern viele über die chronologische Liste. Der Film erschien 2017, also nach Civil War und mitten in Phase 3. Erzählt wird aber eine Geschichte, die nur kurz nach dem ersten Abenteuer spielt, und damit noch im selben Jahr wie Guardians of the Galaxy. Deshalb steht in unserer Zeitleiste danach Avengers: Age of Ultron, obwohl die beiden Filme nichts miteinander zu tun haben. Die Guardians sind zu diesem Zeitpunkt einfach weit weg von der Erde.
Dazwischen kannst du die Kurzfilme Ich bin Groot einschieben. Sie zeigen den kleinen Groot, der in Vol. 2 schon als Baby an Bord ist, sind aber reine Zugabe.
Für die Reihenfolge nach Kinostart gilt dagegen: erst Doctor Strange, dann Vol. 2, danach Spider-Man: Homecoming. Beide Wege funktionieren. Wichtig ist nur, dass du Teil 1 vorher gesehen hast. Wer gern die Ereignisse in ihrer zeitlichen Abfolge erlebt, schaut beide Guardians-Filme am besten direkt hintereinander, so bleibt auch der Humor der Gruppe frisch.
Die Geschichte: Peter trifft seinen Vater
Die Guardians verdienen inzwischen als Söldner Geld, legen sich dabei aber mit dem stolzen Volk der Sovereign an. Auf der Flucht begegnen sie einem Fremden, der sich als Peters Vater vorstellt: Ego, ein uraltes Wesen mit gewaltigen Kräften. Für Peter erfüllt sich ein Kindheitstraum. Gamora traut der Sache weniger, und die Gruppe wird auf eine harte Probe gestellt.
Parallel bekommt Yondu, Peters Ziehvater aus Teil 1, eine eigene Geschichte, die überraschend tief geht. Der Film ist ruhiger und emotionaler als sein Vorgänger, mit weniger Weltraumschlachten und mehr Gesprächen über Familie. Die Musik bleibt natürlich, diesmal vom zweiten Mixtape.
Spannend ist auch, wie viel Raum Rocket bekommt. Hinter seinen frechen Sprüchen zeigt sich zum ersten Mal ein Wesen, das niemanden an sich heranlässt, weil es Angst vor Zurückweisung hat. Diese Seite wird in Vol. 3 zum Herzstück der Handlung. Wer die Trilogie als Ganzes sehen will, sollte deshalb gerade auf Rockets Szenen mit Yondu achten.
Warum du den Film nicht auslassen solltest
Offiziell gilt Vol. 2 als empfohlen, nicht als Pflicht. Die Infinity-Steine spielen hier keine Rolle. Trotzdem wäre Avengers: Infinity War ohne diesen Film ärmer. Die Annäherung zwischen Gamora und Peter, die du dort siehst, beginnt hier. Noch stärker profitiert Nebula: Ihr Streit mit Gamora bricht offen aus und erklärt, warum sie Thanos später so sehr hasst.
Auch Mantis hat hier ihren ersten Auftritt. Die schüchterne Empathin wird von Film zu Film wichtiger und gehört in Guardians of the Galaxy Vol. 3 fest zum Team.
Wer mitspielt
Chris Pratt, Zoe Saldaña und Dave Bautista kehren als Peter, Gamora und Drax zurück. Bradley Cooper spricht Rocket, Vin Diesel diesmal Baby Groot. Neu ist Kurt Russell als Ego, eine Rolle, die mit viel Charme beginnt. James Gunn hat erneut Drehbuch und Regie übernommen.
Laufzeit, Abspann und Streaming
Mit 137 Minuten ist Vol. 2 länger als der erste Teil. Plane etwas Extrazeit ein, denn während und nach dem Abspann folgen gleich mehrere kurze Szenen, eine davon mit Folgen für Vol. 3. In Deutschland findest du den Film bei Disney Plus.