Wo Marvel's Agent Carter in der Zeitleiste steht
Kaum eine Marvel-Produktion lässt sich so leicht einordnen. Die Handlung beginnt in New York im Jahr 1946, als Peggy Carter noch um Steve Rogers trauert, und die zweite Staffel zieht nach Hollywood um. Damit gehört die Serie direkt hinter Captain America: The First Avenger, den Film, der Peggy einführt und mit Steves Verschwinden endet.
Der nächste Titel in unserer Zeitleiste ist Captain Marvel, der Jahrzehnte später in den Neunzigern spielt. Dazwischen liegt ein großer Sprung, inhaltlich gibt es keinen direkten Übergang. Agent Carter ist also eine abgeschlossene Insel in der Nachkriegszeit.
Eine Einordnung gehört dazu: Die Serie lief ursprünglich auf dem US-Sender ABC und entstand bei Marvel Television, nicht in den Marvel Studios. Sie greift Figuren und Ereignisse aus den Filmen auf, die Filme beziehen sich aber kaum auf sie. Deshalb zählen wir sie zum Bereich Marvel TV.
Worum geht es?
Nach dem Krieg wird Peggy bei der Strategic Scientific Reserve vor allem zum Kaffeekochen und Abtippen eingeteilt. Ihre Kollegen sehen in ihr die ehemalige Freundin von Captain America, nicht die Agentin, die sie ist. Dann gerät Howard Stark in Verdacht, gefährliche Waffen verkauft zu haben, und bittet Peggy heimlich um Hilfe. Sie arbeitet fortan als Doppelagentin gegen die eigene Behörde, unterstützt von Starks Butler Edwin Jarvis.
In der zweiten Staffel führt ein seltsamer Todesfall nach Los Angeles: eine Leiche in einem zugefrorenen See, mitten in einer Hitzewelle. Die Spur führt zu einem Unternehmen namens Isodyne Energy und zu einer Substanz, die mehr ist als nur ein wissenschaftliches Rätsel.
Pflicht oder Bonus?
Ehrlich gesagt: Bonus. Für die Avengers-Filme und die Multiverse Saga brauchst du Agent Carter nicht. Wer aber Peggy Carter mochte und wissen will, wie aus ihr eine Mitbegründerin von S.H.I.E.L.D. werden konnte, bekommt hier die beste Vorgeschichte. Die Serie zeigt außerdem, warum Tony Starks späterer KI-Assistent ausgerechnet J.A.R.V.I.S. heißt. Der Ton ist leichter als bei vielen Agentenserien, mit Retro-Flair, Jazz und viel Situationskomik.
Hayley Atwell spielt Peggy mit genau der Mischung aus Härte und Witz, die sie schon im Kino gezeigt hat. James D'Arcy ist als Edwin Jarvis ihr höflicher, oft überforderter Partner. Enver Gjokaj spielt Daniel Sousa, einen Kollegen mit Kriegsverletzung, der Peggy als einer der Ersten ernst nimmt. Chad Michael Murray gibt den ehrgeizigen Agenten Jack Thompson. Als Gegenspielerinnen fallen Bridget Regan als Dottie Underwood und Wynn Everett als Whitney Frost auf. Entwickelt wurde die Serie von Christopher Markus und Stephen McFeely, die auch die Captain-America-Filme geschrieben haben.
Länge und Streaming
Marvel's Agent Carter hat zwei Staffeln mit zusammen 18 Folgen, jede um die 43 Minuten lang. Insgesamt sind das knapp 13 Stunden, also deutlich weniger als bei anderen Marvel-TV-Serien. Die erste Folge erschien im Januar 2015. In Deutschland streamst du beide Staffeln bei Disney Plus. Wie die Serie zu den übrigen Formaten passt, zeigt dir unsere Marvel Serien Reihenfolge.