Warum What If...? keinen festen Platz hat
Die Idee ist einfach: Der Watcher, ein uraltes Wesen, beobachtet unzählige Welten, in denen eine einzige Entscheidung anders ausgefallen ist. Was wäre, wenn Peggy Carter das Supersoldatenserum bekommen hätte statt Steve Rogers? Was, wenn T'Challa statt Peter Quill ins All entführt worden wäre? Jede Folge beantwortet eine solche Frage und erzählt daraus eine neue Geschichte.
Weil diese Welten nur Abzweigungen sind, lässt sich die Serie nicht sauber in die Zeitleiste einsortieren. In unserer Liste steht sie zwischen Loki und WandaVision. Das spiegelt vor allem wider, wann sie sinnvoll wird: Nachdem Loki das Multiversum aufgebrochen hat, ergeben die vielen Varianten deutlich mehr Sinn. Mit Westview hat die Serie inhaltlich nichts zu tun.
What If...? Reihenfolge: so schaust du die drei Staffeln
Die Serie umfasst drei Staffeln mit insgesamt 26 Folgen, jede etwa 36 Minuten lang. Schau sie einfach in der Reihenfolge, in der sie erschienen sind. Viele Episoden funktionieren zwar für sich, gegen Ende jeder Staffel laufen die Geschichten aber zusammen, und dann zahlt sich aus, die Figuren aus den früheren Folgen zu kennen.
Ein paar Filme solltest du kennen, damit die Abweichungen wirken:
- Avengers: Endgame, weil die Serie auf alle großen Ereignisse der Infinity Saga anspielt.
- Captain America: The First Avenger für die Folge mit Captain Carter.
- Guardians of the Galaxy für das Abenteuer von T'Challa als Star-Lord.
- Marvel's The Avengers für eine Folge, in der die Gründung des Teams ganz anders verläuft.
Insgesamt kommst du auf gut 15 Stunden. Wer nur reinschnuppern will, nimmt sich die erste Staffel vor, die das Konzept am klarsten zeigt.
Ein praktischer Hinweis noch: Die Folgen unterscheiden sich stark im Ton. Manche sind fast Komödien, andere echte Tragödien mit bitterem Ende. Wenn dir eine Episode nicht gefällt, gib der nächsten trotzdem eine Chance, denn schon die übernächste Frage kann eine völlig andere Stimmung haben. Gerade das macht die Serie für Fans so reizvoll, die die Originalfilme schon mehrfach gesehen haben und die Figuren einmal von einer ganz anderen Seite erleben wollen.
Bezüge zum restlichen MCU
What If...? ist keine Spielerei ohne Folgen. Peggy Carter als Captain Carter taucht später in Doctor Strange in the Multiverse of Madness als echte Figur auf, gespielt von Hayley Atwell. Die Zombie-Folge der ersten Staffel bildet den Ausgangspunkt für die eigene Serie Marvel Zombies. Und der Watcher selbst ist eine Figur, die in den Comics eine lange Geschichte hat. Dass er im MCU zunächst nur als Erzähler auftritt, ändert sich im Lauf der Staffeln.
Stimmen und Macher
Jeffrey Wright spricht den Watcher, ruhig und mit einer gewissen Wehmut. Viele Darstellerinnen und Darsteller aus den Filmen sprechen ihre Rollen selbst, darunter Hayley Atwell als Peggy und Chadwick Boseman als T'Challa in einer seiner letzten Arbeiten. Regie führte Bryan Andrews. Optisch erinnert die Serie an gemalte Comicbilder mit klaren Konturen, was gut zu den überzeichneten Geschichten passt.
Streaming in Deutschland
Alle Staffeln findest du bei Disney Plus. Wie sich die Serie zwischen den anderen Disney-Plus-Produktionen einreiht, zeigt dir unsere Marvel Serien Reihenfolge.