Ich bin Groot zwischen den Guardians-Filmen
Am Ende des ersten Guardians of the Galaxy bleibt von Groot nur ein kleiner Zweig in einem Blumentopf übrig. In Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist daraus bereits ein munteres Baby geworden. Die Kurzfilme füllen genau diese Lücke: Groot wächst, entdeckt seine Umgebung und macht dabei ziemlich viel kaputt.
Ganz streng nimmt es die Reihe mit der Zeitleiste allerdings nicht. Manche Episoden wirken wie kleine Abenteuer irgendwo im All, ohne dass klar wird, wann genau sie spielen. Du machst trotzdem nichts falsch, wenn du sie zwischen die beiden Filme legst. Ebenso gut kannst du sie später als Bonus nachholen, denn kein Film greift die Ereignisse auf.
Was dich in den Episoden erwartet
Jede Folge ist eine abgeschlossene Miniatur von wenigen Minuten. Baby Groot macht seine ersten tapsigen Schritte, nimmt ein Bad mit ungeahnten Folgen für seine Blätter oder stößt auf winzige Außerirdische, für die er plötzlich ein Riese ist. Gesprochen wird kaum, Groot sagt wie gewohnt nur seinen einen Satz. Die Geschichten funktionieren fast wie Stummfilme, getragen von Mimik, Timing und Musik.
In der zweiten Staffel geht es mit neuen Ausflügen und Begegnungen weiter. Das Prinzip bleibt gleich: eine Idee, ein paar Minuten, ein Groot, der sich selten an Regeln hält.
Optisch arbeiten die Clips mit derselben fotorealistischen Animation wie die Kinofilme. Das sorgt dafür, dass Groot genauso aussieht, wie du ihn kennst, nur eben in einer ruhigeren, verspielteren Umgebung.
Ist die Reihe Pflicht?
Nein, auf keinen Fall. Wir führen Ich bin Groot als optional, weil kein späterer Film und keine Serie darauf aufbaut. Wer die Guardians nur wegen der großen Abenteuer schaut, kann die Kurzfilme getrost auslassen.
Trotzdem lohnen sie sich. Für Familien mit kleinen Kindern sind die Clips ideal: kurz, gewaltfrei und ohne Vorwissen verständlich. Selbst wer die Filme nicht kennt, hat Spaß an einem frechen Bäumchen, das die Welt entdeckt. Viele Eltern nutzen die Folgen deshalb als sanften Einstieg, bevor die Kinder alt genug für die Guardians-Filme sind.
Stimmen und Macherin
Vin Diesel spricht wie in den Kinofilmen Baby Groot, auch wenn sich seine Rolle auf einen Satz in unzähligen Betonungen beschränkt. Laut Besetzungsliste ist auch Bradley Cooper wieder als Stimme von Rocket zu hören, dem Ziehvater des kleinen Baums. Hinter der Reihe steht Kirsten Lepore, die die Kurzfilme geschrieben und inszeniert hat und vorher vor allem mit eigenen Animationsfilmen bekannt wurde.
Länge, Start und Streaming
Ich bin Groot besteht aus zwei Staffeln mit insgesamt zehn Episoden. Jede ist nur etwa sechs Minuten lang, die gesamte Reihe passt also locker in eine Stunde. Die ersten Folgen erschienen am 10. August 2022. In Deutschland findest du alle Episoden bei Disney Plus, direkt neben den Guardians-Filmen.
Wie die Kurzfilme zu den anderen Marvel-Serien stehen, siehst du in unserer Marvel Serien Reihenfolge. Wenn du gerade einen großen Durchlauf planst, kannst du die Episoden auch als kleine Verschnaufpause nutzen: Der Marathon-Plan zeigt dir, wo zwischen zwei langen Filmen Platz für solche Kurzformate ist. Gerade nach dem ersten Guardians-Film, der mit einem kleinen tanzenden Groot endet, wirken die Clips wie eine natürliche Verlängerung.